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Radfahren im nördlichen Ems-Tal
(in der Ferienregion Dörpen und Umgebung) vom 17. Mai (Mo) – 21. Mai (Fr) 2010
Am 17. Mai 2010 reisten 36 Netzwerker/innen nach Dörpen, um eine 5tägige Radeltour zu beginnen. Wer Dörpen endlich auf der Landkarte gefunden hat, fragt sich zwangsläufig, wo da wohl ein Hotel für soviel Personen stehen könnte.
Doch zunächst bewegte alle die Frage, wie wir bei diesem Wetter die Woche überstehen. Bei unserem Boss Reinhard Leimkühler löste die Frage nur verständnisloses Kopfschütteln aus: "Ihr wisst doch, wenn ich fahre, herrscht Sonnenschein!" Und tatsächlich: Bis Osnabrück regnete es. In Lingen waren die ersten blauen Lücken erkennbar. In Dörpen schien die Sonne. Und das blieb die gesamten Tage so. Die Truppe war in drei Gruppen eingeteilt, die wechselseitig die verschiedenen Tourenziele abradelten. Denn Reinhard plant nicht nur die Unterkunft und lässt uns dann plan- und hilflos durch die Gegend irren, nein, jede Gruppe hat jeden Tag ein anderes Ziel. Am ersten Tag wurde die Landschaft um Dörpen herum locker erkundet. Die Lockerheit endete am Abend. Reinhard hatte nämlich ein Quiz vorbereitet: Jeder Teilnehmer bekam einen Din-A-4-Bogen mit so einfachen Fragen, wie z.B. die Zündfolge bei einem 12-Zylinder-Motor mit 60 Grad flacher Kurbelwelle sei. Na ja, dafür gab es auch für den jeweils Besten aus einer der drei Gruppen eine Kamera.
Am zweiten Tag ging es nach Bourtange in Holland. Dort gibt es eine Festung, die, obwohl von nur 7 m hohen Wällen geschützt, nie eingenommen wurde. Das wird erst erklärlich, weil die Festung trickreich auf einem Sandrücken inmitten eines riesigen Moores errichtet wurde. 
Über diesen Sandrücken führte der Weg, der Groningen mit Lingen und Westfalen verband. Die Festung ist wieder originalgetreu aufgebaut worden und zeigt anschaulich, wie die Menschen damals lebten.

Am dritten Tag ging es zum Besucherzentrum der Transrapid-Versuchsanlage-Emsland. Der Transrapid fährt wieder, nimmt aber keine Gäste mehr mit. Die aufgeständerte Trasse ist schon gewöhnungsbedürftig. Wenn es nach dem Vortragenden im Besuchszentrum ginge, gäbe es nur noch Transrapids. Am besten auf dem Mittelstreifen jeder Autobahn (es darf dann nur kein LKW gegen einen Ständer fahren).

Am vierten Tag ging es zur Meyer-Werft nach Papenburg. Es ist immer wieder beeindruckend, diese Stahlgebilde von 370 m Länge und 65 m Höhe im Trockendock vor sich zu sehen. Das ist immerhin ein 15geschossiges Hochhaus, das nicht einmal in den Raum zwischen Cafe Orange und Getränke-Schönwälder passt. Im Augenblick ist die Disney Dream mit 128 000 BRZ im Bau.

Auf der Rückfahrt wurde uns in einem kleinen Museum noch die Torfstecherei und der Anbau von Buchweizen erklärt. Die Krönung aller Buchweizengerichte war der Pfannkuchen, der uns dann auch prompt serviert wurde. Er schmeckte nicht schlecht, aber er sollte nie gegen einen Lippischen Pickert antreten.
Danach waren die 5 Tage auch schon wieder vorbei und uns bleibt nur der Dank an Reinhard Leimkühler für die Ausarbeitung dieser wunderschönen, sonnigen, aber kalten und windreichen Tage im Norden Emslands.
Ullrich Wellmann
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